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2026 ITB - Leipzig - Merseburg
02.03. - 15.03.2026

Am 27.03 holten Tobias von der Werkstatt in Igling und ich den Hymer mit einer roten Nummer von Denklingen nach Landsberg, da ich am Sonntag starten wollte, der Hymer saisonbedingt erst am 01.03. fahren durfte.
So startete ich am Sonntag über Augsburg, Nürnberg, Bamberg, Lichtenfels nach Merseburg an der Saale,wo ich bei meiner Verwandtaschaft auf dem Parkplatz ihrer Gärtnerei üernachtete.
Am nächsten Morgen startete ich nach Belin-Gatow.
Am Nachmittag fuhr ich mit dem D-Ticket in die Stadt, um wieder etwas Berliner Luft zu schnuppern.
Auf dem Rückweg habe ich mich als alter Berliner wirklich mit der S-Bahn verfahren und so landete ich auf dem idyllisch ausehenden Bahnhof Grunewald, der aus dem Jahre 1898 stammt. Abends kehrte ich beim Griechen am Campinplatz ein.





Am 03.03. fuhr ich zur Eröffnung der 60. Internationalen Tourismusbörse mit dem Bus vom Campingplatz in Gatow zur Messe (beinahe von Tür zur Tür).

Die internationale Tourismusmesse feierte dieses Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum. Im Fokus standen gegenseitiger Austausch, technische Innovationen und die Frage, wie man sich gegen multiple Krisen wappnet.
Zum 60. Geburtstag der ITB Berlin zählte der Veranstalter rund 97.000 Fachbesucher – nahezu so viele wie im Vorjahr, trotz eingeschränkter Flugverbindungen infolge
des Nahost-Konflikts. 5.601 Aussteller aus 166 Ländern waren an den drei Messetagen vertreten. Laut Messe Berlin wurden Geschäftsabschlüsse und Einkaufs- entscheidungen im Umfang von 47 Milliarden Euro getätigt, die unmittelbar mit der Messeteilnahme zusammenhingen.
Die diesjährige Ausgabe fand vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Unsicherheiten statt. Insbesondere die Lage im Nahen Osten wirkte sich auf die Reiseinfrastruktur aus und schränkte Flugverbindungen teilweise ein.

Dass die Besucherzahlen dennoch kaum zurückgingen, wertet der Veranstalter als Zeichen für die Relevanz p
ersönlicher Begegnungen in der Branche. 

Quelle: TopHotels

Es war wieder eine fantastische Messe, vor allem der Stand der Dominikanischen Republik war ein echter Hingucker siehe hier.
Die ITB feierte in diesem Jahr vom 03.03. - 05.03. Ihren 60. Geburtstag mit noch mehr Fachausstellern als im letzten Jahr.

Am Freitag 06.03. verabschiedete ich mich von meinem Hymer und fuhr mit dem Deutschland-Ticket über Leipzig nach Merseburg an der Saale, um am Samstag als Mitglied an der Mitgliederversammlung des Fördervereins Schloß und Dom Merseburg teilzunehmen.

Am Hauptbahnhof Leipzig nutzte ich den kurzen Aufenthalt, um ein paar sehr schöne Oldtimer der Schiene wiederzusehen.

   
   
  
Mein Großvater Berthold Jetschke war Oberstationsaufseher am Lehrter Bahnhof in Berlin, heute Hauptbahnhof, und verabschiedete voller Stolz den
Fliegenden Hamburger. Meine Mutter hat mich oft zu diesem Ereignis mitgenommen, was meinen Opa mit Stolz erfüllte.
Er hatte sich vom Schwellenstopper in der Weltwirtschaftskrise bis zu diesem Amt emporgearbeitet, siehe Opas Erinnerungen.  

Von diesem Ausflug in mein Eisenbahn-Hobby bin ich dann im Zug nach Halle gefahren, umsteigen und dann nach Merseburg an der Saale,wo mich mein Großcousin Jörg Lippold vom Bahnhof abholte. 

Merseburg ist eine Dom- und Hochschulstadt an der Saale im südlichen Sachsen-Anhalt. Die Mittelstadt ist Verwaltungssitz des Saalekreises und Bestandteil des länderübergreifenden Ballungsraums der Großstädte Leipzig und Halle. In der maßgeblich von diesen beiden Oberzentren geprägten Metropolregion Mitteldeutschland fungiert Merseburg als Mittelzentrum. Unmittelbar an Merseburg grenzen die Chemiestandorte Schkopau (Buna) und Leuna.
Merseburg, eine der ältesten Städte im mitteldeutschen Raum, wurde im 10. Jahrhundert zur Königspfalz erhoben. Die Ersterwähnung im 9. Jahrhundert als „Mersiburc civitas“ weist auf eine bereits vorhandene befestigte Ansiedlung hin. Tatsächlich lassen sich seit der Jungsteinzeit anhaltende Besiedelungen nachweisen. Von Beginn an durch die Gründung des Bistums Merseburg im Jahre 968 durch König Otto I. bis zur Reformationszeit war Merseburg ein bedeutendes religiöses Zentrum. Von 1656 bis 1738 war Merseburg Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Merseburg und von 1815 bis 1933 Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirkes der preußischen Provinz Sachsen.
Merseburg ist Fund- und Aufbewahrungsort der aus dem 9./10. Jahrhundert stammenden 
Merseburger Zaubersprüche
. ....... weiterlesen     Quelle: Wikipedia

Das Wessobrunner Gebet, benannt nach dem altbairischen Kloster Wessobrunn in der Nähe von Landsberg am Lech, dem langjährigen Aufbewahrungsort des einzigen Überlieferungsträgers, einer lateinischen Pergament-Sammelhandschrift aus dem 9. Jahrhundert....... weiterlesen  Quelle Wikipedia

  Reiterstandbild König Friedrich Wilhelms III.
  Im Städehaus arbeitete mein Urgroßvater als preußischer Landessekretär
     
Das Kartoffelhaus unterhalb vom Schloß - ein sehr guter Tipp .... ..... tolle Bedienung, regionales, gutes Essen, vernünftige Preise ...... bei diesen Einladungen - da muß man einfach Mitfahren
     
     
 
Am Samstag,07.03.2026 nahm ich an der Mitgliederversammlung des Förderverein Merseburger Schloß und Dom teil. Zum Abschied gab es ein kleines Gruppenbild mit der Museumsleiterin Frau Dr. Heise (rechts) und Angelika Peruth, der Schwiegermutter des Neffen meiner Freundin Helga.




Jüdisches Leben - Sinti und Roma - in Merseburg

Das Studienprojekt der Hochschule Merseburg Sinti und Roma und ihre Verfolgung
  Ermordet in Sobibor    

Nach der Mitgliederversammlung fuhr ich von Merseburg mit Umstiegen in Dessau nach Berlin-Hauptbahnof (Lehrter Bahnhof) zurück zum Wohnmobil auf dem Campingplatz Berlin-Gatow.


Am Sonntag, 08.03. startete ich zu meiner "Nordlandfahrt", Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Zunächst ging es über Staaken, Wustermark, Kremmen und Lindow nach Schönberg. Eine Kirche, ein Friedhof rundherum, eine Tafel erinnert an den Todesmarsch Anfang April 1945 vom KZ-Oranienburg Richtung
Norden bis zur Befreiung durch die Sowjetische Armee bzw. durh die Amerikaner. 

    
                                                          Kirche Schönberg  von 1541                                                          Der Todesmarsch ab Sachsenhausen

Die Räumung des Konzentrationslagers Sachsenhausen kostete noch kurz vor der Befreiung mehr als tausend Häftlingen das Leben. Bei Heranrücken der Front wurden am 20. und 21. April 1945 mehr als 33.000 Häftlinge, darunter Frauen und Kinder, von Sachsenhausen zu Fuß Richtung Nordwesten getrieben. Für die meisten von ihnen endete der Marsch mit ihrer Befreiung durch sowjetische und amerikanische Truppen zwischen dem 2. und 4. Mai im Raum Parchim – Ludwigslust – Schwerin, etwa 200 Kilometer von Oranienburg entfernt. Für viele Überlebende des KZ Sachsenhausen gehören der Todesmarsch und das provisorische Lager im Belower Wald bei Wittstock/Dosse auch heute noch zu den eindrücklichsten Erinnerungen an ihre KZ-Haft. ..... weiterlesen


Nach weiteren 34 km erreichte ich das Schloß Rheinsberg im gleichnamigen Ort.
   

 


Schloß Rheinsberg

Wo sich heute das Schloss Rheinsberg befindet, stand im Mittelalter eine Wasserburg. Die Familie von Bredow hatte Rheinsberg im Jahre 1464 von den von Platen erheiratet. Rheinsberg kam mit der Herrschaft Ruppin 1524 an die Mark Brandenburg. An der Stelle der Wasserburg ließen die Bredows 1566 ein Wasserschloss in Renaissanceformen erbauen. Im Jahr 1618 war das Schloss bereits an Kuno von Lochow verkauft worden. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt es starke Schäden.
Nach dem Aussterben der Linie fiel Rheinsberg als markgräflich-brandenburgisches Lehen an den Kurfürsten Friedrich Wilhelm aus dem Haus Hohenzollern, der es seinem General Franz du Hamel schenkte. Mit Genehmigung des Kurfürsten verkaufte der es aber an Benjamin Chevenix de Beville, der das Anwesen im März 1734 für 75.000 Taler dem preußischen König Friedrich Wilhelm I. veräußerte. Friedrich Wilhelm wiederum schenkte es seinem Sohn Kronprinz Friedrich, dem späteren König Friedrich II., für dessen Loyalität. ...... weiterlesen   Quelle: Wikipedia

     
Kommen, staunen, mitmachen 

     
 
Im Schloß gab es eine sehr interessante Führung mit schauspielerischen Fähigkeiten der jungen, gut verständlichen Schloßdame.

Video

     
Die Rückseite vom Schloß Kasse und Tourist-Information  
     
   
     
       
       
 
Tipp:
Das Kurt Tucholsky Literaturmuseum im Schloss Rheinsberg widmet sich dem Leben und Werk Kurt Tucholskys. Träger des Museums ist die Stadt Rheinsberg. Das Kurt Tucholsky Literaturmuseum ist das einzige Tucholsky-Museum in Deutschland.
 Wikipedia

Offizielle Website Schloß Rheinsberg



Von Schloß Rheinsberg fuhr ich am Nachmittag über Wittstock/Dosse und Neustadt in die Löwenstadt Schwerin, 140 km.



Schwerin wurde im Jahr 1018 erstmals als Wendenburg erwähnt und erhielt 1164 von Heinrich dem Löwen deutsche Stadtrechte. Damit ist sie die älteste Stadt im heutigen Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt dehnte sich im Laufe der Zeit am West- und Südufer des Schweriner Innensees aus, insgesamt befinden sich zwölf Seen innerhalb des Stadtgebietes. Ausgangspunkt der Stadtentwicklung war die Stelle mit dem heutigen Wahrzeichen der Stadt, dem Schweriner Schloss und dem Schlossgarten; es befindet sich auf einer Insel zwischen Schweriner See und Burgsee mit der Schlosskirche von 1560.
Das Schloss war bis 1918 die Hauptresidenz der mecklenburgischen Herzöge und Großherzöge und das Machtzentrum des Herzogtums Mecklenburg-Schwerin, das 1919 zum demokratischen Freistaat wurde. Seit 1990 ist das Schloss Sitz des Landtags. Es war mit seinen umgebenden Gärten der Hauptveranstaltungsort der Bundesgartenschau 2009 und ist als historisch einmaliges Ensemble mit den weiteren Residenzbauten am 27. Juli 2024 in die Liste des UNESCO-Welterbe aufgenommen worden. Daneben zeichnet sich Schwerin durch seine – für eine deutsche Stadt dieser Größe ungewöhnlich gut erhaltene – Altstadt, die angrenzende Schelfstadt, das Kurviertel Zippendorf und weitere historische Viertel mit vielen Baudenkmalen aus. ….. weiterlesen Quelle: Wikipedia

Gemälde im Eingangsbereich des Wohnmobilstellplatzes, DDR-Flagge und Sowjetische Flagge


Kleiner, feiner Stellplatz Marina 1 Komfortabler Stelplatz "Hangar 19", meist windig Manchmal ist Heimat auch etwas, das Dir umso näher kommt,
je weiter Du Dich davon entfernst


     
    Wunderkiste, in der Fußgängerzone 

Wie Schwerin zu einem Löwendenkmal kam (meine Geschichte)

       
      Die Löwenstädte 1995

Anläßlich des 800. Todestages von Heinrich den Löwen im Jahre 1995 haben 12 Löwenstädte Deutschlands zum ersten Mal einen kleinen Prospekt herausgegeben, um das Besondere jeder einzelnen Stadt unter dem Gesichtspunkt "Heinrich der Löwe und die Welfen" hinzuweisen.
Dieser Prospekt besaß neben einer Kurzfassung zu den einzelnen Städten 12 Stempelfelder. Kulturgeschichtlich interessierte Reisegruppen konnten, sofern sie mindestens 9 Städte besucht hatten und dies durch entsprechende Stempel der Löwenstädte nachwiesen, an einer Verlosung teiulnehmen und ein Wochenende für zwei Personen in einer Stadt gewinnen, die sie unter Umständen nocht nicht besucht hatten.
So kamen im Laufe des Jahres 1995 z.B. in das Verkehrsamt in Landsberg am Lech viele Reisegruppen - auch aus dem norddeutschen Raum - um an den speziellen Stadtführungen teilzunehmen und die Besuchsfelder des Prospektes abstempeln zu lassen.

Diese Plastik wurde den Bürgern zu diesem Jubiläum von der Sparkasse Schwerin-Mecklenburg geschenkt

 
 

Löwendenkmal auf der Nordseite vom Dom.

Aus Anlaß der1000-Jahrfeier Mecklenburgs wurde am 10. September 1995 am Schweriner Dom, den Heinrich der Löwe gegründet hat, dieses Denkmal im Rahmen einer privaten Stiftung aufgestellt. Sicherlich paßte es einigen Bürgern nicht, daß das Denkmal am Markt vom Bldhauer Thomas Lenk vom Bodensee entworfen wurde
 
 
Die Restaurierung des Hauptpostamtes in Schwerin, hoffentlich geht es noch gut aus ....... denn bei der Post geht's nicht so schnell .....

 
 
   
Heinrich von Stephan, dem Begründer des Weltpostvereins - seine dankbaren Vrehrer in Mecklenburg  


Von Schwerin fuhr ich am 09.03.2026 nach Wismar und fand einen Wohnmobilstellplatz am Rande der Stadt,wo man Wasser mit "zz" schreibt.

  
 
Am Abend fuhr ich mit dem Fahrrad in die Stadt hinunter und sah mir die Hansestadt Wismar, insbesondere den Hafen, an.

 

Die Hansestadt Wismar (plattdeutsch: Wismer) liegt an der Ostseeküste im Landkreis Nordwestmecklenburg im Land Mecklenburg-Vorpommern am südlichen Ende der durch die Insel Poel geschützten Wismarer Bucht. Sie ist die sechstgrößte Stadt von Mecklenburg-Vorpommern und das größte der 18 Mittelzentren des Landes. Die historischen Altstädte von Stralsund und Wismar wurden im Juni 2002 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.Die Ostseestadt Wismar war Mitglied der Hanse und blühte im Spätmittelalter auf. Noch heute sind viele Gebäude aus dieser Zeit erhalten. Nach dem Dreißigjährigen Krieg kam die Stadt im Jahr 1648 unter die bis 1803 (de jure 1903) dauernde schwedische Herrschaft, woran das jährliche Schwedenfest erinnert. Danach gehörte sie zu Mecklenburg-Schwerin. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie ab Juni 1940 durch mehrere Luftangriffe getroffen, worunter vor allem das Gotische Viertel mit den Hauptkirchen St. Marien und St. Georgen sowie der Alten Schule litt. Viel ist inzwischen wieder aufgebaut und denkmalgerecht saniert worden...... weiterlesen Quelle Wikipedia

Da es zum Fotografieren schon zu dunkel war, greife ich gerne auf die informative Website der Stadt zurück.
Nach der Übernachtung fuhr ich auf Anraten meiner Wohnmobil-Nachbarn auf die Insel Poel, die mit einer sehr kleinen Brücke mit dem Festland verbunden ist.

Die Insel Poel liegt rund 10 km nördlich von Wismar in der Wismarer Bucht am Südrand der Ostsee. Von Süden her schneidet eine Bucht tief in die rund 37 km² große Insel ein, an deren nördlichem Ende das größte Dorf der Insel, Kirchdorf, liegt. Dort lebt fast die Hälfte der rund 2500 Einwohner Poels
 (Wikipedia).

Im Ort Timmendorf - nicht zu verwechseln mit dem Timmendorfer Strand - gibt es einen kleinen Hafen, einen Wohnmobilstelplatz und ein schönes Cafe.

     
     

Von Poel fuhr ich auf das Festland zurück und an Wismar vorbei nach Ratzeburg, bekannt durch der Ratzeburger (Ruder) Achter, 81 km

An der Stelle des heutigen Doms befand sich zuvor das Hauptheiligtum der slawischen Göttin Siva. Das ab 1160 unter Bischof Evermod erbaute christliche Gotteshaus befindet sich auf dem höchsten Punkt der Nordspitze der Altstadtinsel von Ratzeburg. Es beherbergt die Gebeine des 1066 im Wendenaufstand getöteten hl. Ansverus. Gestiftet wurde der Dom von Heinrich dem Löwen als Bischofskirche des Bistums Ratzeburg.
Der Ratzeburger Dom ist der älteste der vier sogenannten Löwendome, zu denen auch die in 
Schwerin, Lübeck und Braunschweig gehören.
Eine Replik des 
Braunschweiger Löwen steht seit 1881 auf dem Domhof zu Ratzeburg ....... weiterlesen (Wikipedia)


       
       
Von Ratzeburg fuhr ich nach Hamburg-Rosengarten zum Firmensitz der Roten Doppeldecker von Heinrich Schuster, den ich gefühlte 50 Jahre kenne, aus der BerlinerZeit meiner Doppeldecker bei Dirk Poguntke, Sightseeing Tours Berlin.
Ich durfte auf dem ehemaligen Bauernhof, jetzt zum Teil Betriebshof, von Heinrich Schuster im Wohnmobil übernachten.  

Wunerschöner Sccania-Lkw Nachbau eines ersten Berliner Doppeldecker-Omnibusses


Am nächsten Morgen (11.03.2026) fuhr ich von Hamburg-Rosengarten zur Gedenkstätte Neuengamme bei Bergedorf, 37 km

 

Das Konzentrationslager (KZ) Neuengamme in Hamburg-Neuengamme war ein nationalsozialistisches deutsches Konzentrationslager. Es wurde 1938 zunächst als Außenlager des KZ Sachsenhausen errichtet und bis 1940 zu einem selbständigen Lager ausgebaut. Das Lager Neuengamme hatte mindestens 86 Außenlager, die sich bis an die dänische Grenze erstreckten. Die Häftlinge mussten Zwangsarbeit für die auf dem Gelände befindliche Ziegelei der Schutzstaffel (SS), in der Rüstungsindustrie  und beim Bau militärischer Anlagen (Friesenwall) leisten.
Von den bis 1945 dort inhaftierten ca. 100.000 Häftlingen aus Deutschland (9 % der Häftlinge) und den besetzten Ländern (91 %) starben mindestens 50.000 infolge der unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen, durch Morde (so wurden etwa 1942 bei zwei Mordaktionen sowjetische Kriegsgefangene mit dem Gas Zyklon B getötet) und bei der Lagerräumung (Todesmärsche).


Am Nachmittag fuhr ich über Lüneurg, Bad Bevensen, Uelzen und Salzwedel zur Gedenkstätte Scheune Gardelegen, wo ich auf dem Parkplatz gut übernachten konnte, 161 km.



Am 13. April 1945 wurden in der rund einen Kilometer nordöstlich der Stadt gelegenen Isenschnibber Feldscheune 1016 KZ-Häftlinge ermordet.
Anfang April 1945 wurden die nunmehr frontnahen 
Außenlager des KZ Mittelbau-Dora in Ellricürgergarten, Ilfeld, Mackenrode, Nüxei, Osterhagen,
Rottleberode, Stempeda und Wieda sowie ein Außenlager des KZ Neuengamme in Hannover-Stöcken vor den herannahenden alliierten Truppen geräumt. Die Lager-Wachmannschaften der SS und der Wehrmacht trieben die KZ-Häftlinge aus den Lagern im Südharzer Vorland teils in Räumungstransporten per Bahn in die Altmark, teils auf Todesmärschen zu Fuß über den Harz. Ihr ursprüngliches Ziel waren wohl die Konzentrationslager Neuengamme, Bergen-Belsen und Sachsenhausen.



Am 13.03.2026 fuhr ich von Gardelegen auf Empfehlung des Leiters der Gedenkstätte "Scheune" über Haldensleben, Magdeburg und Halberstädt zur Gedenkstätte  Langenstein-Zwieberge, 118km. 



Das Konzentrationslager Langenstein-Zwieberge in der Nähe von Halberstadt war ein Außenlager des knapp 100 km südsüdöstlich liegenden Konzentrationslagers Buchenwald (als dem in der KZ-Organisation verantwortlichen Stammlager). Vom April 1944 bis zum April 1945 wurden hier insgesamt mehr als 7000 KZ-Häftlinge aus mindestens 23 Ländern inhaftiert und bei körperlich schwerster Zwangsarbeit ausgebeutet. Im Jahre 1949 wurden am Ort der Massengräber ein Mahnmal und Gedenktafeln eingeweiht. Seit 1976 gibt es auf dem Gelände der Gedenkstätte ein Museum. Der Stollen gehört seit 2022 einem privaten Investor aus Sachsen, der in dem ehemaligen KZ eine Luxus-Bunkeranlage errichten möchte. Ein Teil des Stollens kann im Rahmen der Öffnungszeiten der Gedenkstätte besichtigt werden.


Von Langenstein-Zwieberge fuhr ich nach Thale, 22 km, wo ich auf dem mir bekannten Wohnmobil-Stellplatz übernachtet habe.


Am nächsten Morgen ging es über das Eisfeld nach Mittelbau-Dora bei Nordhausen, 48 km.



Das Konzentrationslager Mittelbau-Dora ist der heute verwendete Name eines nationalsozialistischen Konzentrationslagers nördlich von Nordhausen im heutigen Bundesland Thüringen. Das Lager „Dora“ am Südhang des Kohnsteins bei Niedersachswerfen war größter Einzelstandort sowie Sitz der Kommandantur des im Herbst 1944 neu organisierten „KZ Mittelbau“. In diesem Lager wurden Häftlinge interniert, die beim Ausbau und Betrieb der unterirdischen Rüstungsfabrik Mittelwerk GmbH (auch „Projekt Mittelbau“ genannt) in der Stollenanlage im Kohnstein eingesetzt waren. Auf dem Gelände des ehemaligen Hauptlagers befindet sich heute die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. 


Am Abend fuhr ich nach Querfurt, wo ich auf dem Burgparkplatz übernachten konnte, 71 km, und am 13.03. fuhr ich über Jena (116 km), Besuch bei der Verwandtschaft, Bamberg, Nürnberg und Augsburg nach Landsberg am Lech zurück, 396 km.

Rückblickend muß ich sagen, es waren 14 Tage voller verschiedenster Eindrücke.
 


Touristik-Institut Landsberg
Bertold Jetschke
www.touristik-i.de