Gedenkstätte Zwangsarbeit

Berlin Oberschöneweide
06.05.2026
 
 

1.
Der völkerrechtswidrige Einsatz von Kriegsgefangenen begann in Berlin im Juni 1941 mit dem Einsatz von 1673 Kriegsgefangenen unbekannter Nationalität in Rüstungsbetrieben. Neben sowjetischen Kriegsgefangenen, die als so genannte Ostarbeiter besonders schlecht behandelt wurden und wie KZ-Häftlinge nicht entlohnt wurden, internierte man ab 1943 (Kriegserklärung des ehemals Verbündeten) auch die ursprünglich auf freiwilliger Basis angeworbenen italienischen Arbeitskräfte und setzte sie zur Zwangsarbeit ein. Als Militärinternierte wurden sie den sowjetischen Arbeitern gleichgestellt und unter besondere Bewachung gestellt; so sahen die Richtlinien für die Unterbringung der italienischen Militärinternierten vor, dass selbst der Besuch von Sanitäreinrichtungen nur im Beisein eines Polizisten erfolgen durfte.

Der Siemens-Konzern (Siemens & Halske, Siemens-Schuckertwerke, Siemens-Reiniger-Werke) beutete in und um Berlin besonders die Arbeitskraft von KZ-Häftlingen aus. Nach dem Bau von zwanzig Fertigungsbaracken für 800 Frauen direkt auf dem Gelände des Konzentrationslagers Ravensbrück im Jahr 1942 setzte man KZ-Häftlinge 1943/1944 bei der Siemens-Kabel-Gemeinschaft (SKG) in Berlin-Gartenfeld und 1944/45 in den Siemens-Schuckertwerken in Berlin ein

Ab dem Jahr 1941 stieg die Zahl der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Berlin sprunghaft an. Ihre Zahl einschließlich der Kriegsgefangenen lag zum 1. September 1944 bereits bei über 300.000. Ende des Jahres waren es bereits 350.000. Den Hauptanteil bildeten Bürger der Sowjetunion mit 19,2 Prozent, gefolgt von Zwangsarbeitern aus Polen mit 14,5 Prozent und aus Frankreich mit 12 Prozent. In der Reichshauptstadt Berlin, die der zentrale Rüstungsstandort war, wurden während des Krieges über 500.000 Menschen durch Zwangsarbeit ausgebeutet, das entsprach etwa 20 Prozent aller Beschäftigten.
Das zentrale Durchgangslager, von dem aus das Arbeitsamt Arbeitskräfte nach Berlin zuwies, befand sich in der Nordmarkstraße (heute Fröbelstraße) im Bezirk Prenzlauer Berg. Das einzige Arbeitserziehungslager der Stadt (nur für Männer) befand sich in Wuhlheide. Hier musste (beispielsweise wegen „Nichterfüllung der Arbeitspflicht“) äußerst harte Zwangsarbeit unter Einsatz der Prügelstrafe verrichtet werden. Die bekanntesten Häftlinge in Wuhlheide waren der Sportler Werner Seelenbinder und der Berliner Dompropst Bernhard Lichtenberg…….
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2.
Etwa 26 Millionen Menschen wurden während des Zweiten Weltkriegs durch das NS-Regime verschleppt und als Zwangsarbeiter*innen ausgebeutet. Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit hat die Aufgabe, über die Geschichte und Dimension der NS-Zwangsarbeit zu informieren und das Schicksal dieser Männer, Frauen und Kinder sichtbar zu machen.

Die ehemaligen Unterkunftsbaracken auf dem Gelände des einzigen fast vollständig erhaltenen Zwangsarbeiterlagers aus der NS-Zeit dienen heute als Ausstellungs- und Veranstaltungsorte. Die Dauerausstellung „Alltag Zwangsarbeit 1938–1945“ beleuchtet das System Zwangsarbeit, die zweite Dauerausstellung „Zwischen allen Stühlen. Die Geschichte der italienischen Militärinternierten 1934-1945“ stellt das Schicksal einer wenig beachteten Gruppe dar. Die gut erhaltene Baracke 13 ist im Rahmen von Führungen zu sehen. ........ weiterlesen


   
   
   
Ukrainer in der zum Lager umfunkionierten Bibliothek des Deutschen Museums München Polnische Zwangsarbeiter auf einem Acker im bayerischen Oberroth

Ausstellungsbaracke

 
 
 
   
   
   
Während der Novemberpogome verhaftete Juden aus Burgreppach Belgierinnen in einem Saallager der Firma Siemens,Frankfurter Allee Berlin
 
   
Ukrainer in der zum Lager umfunktionierten Bibliothek der Deutschen Museums München Polnische Zwangsarbeiterinnen auf einem Acker im bayerischen Oberroth           UND
   
       
    Fritz Sauckel, hingerichtet 16.10.1946 Nürnberg  
       
Coenraad Liebrecht  Maria Kawecka 
   
Hildegard Simon  Boleslaw Zajaczkowski 
   
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     


Zwangsarbeit von Kriegsgefangenen, hier Italien

 
 
   
   
 
 
 
 
 
 
Giuseppe Chiampo 

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Reaktionen von Schulklassen

     
   
 
   


Die Info-Broschüre

  


https://www.zwangsarbeit-archiv.de/

  Geschichte
Albert Flammant

Albert Flamant besucht zum ersten Mal das Grab seines Vaters auf dem Hermelsbacher Friedhof.,
Quelle: Johannes Becker ,  Siegener Zeitung
 
Ausgewählte Kurzbiographien      

Einführungsfilm Zwangsarbeit   

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