Rococo en Miniature

auf der Heidecksburg, Rudolstadt/Thüringen




Rococo en miniature – Die Schlösser der gepriesenen Insel ist der Name einer ständigen Ausstellung im Thüringer Landesmuseum Heidecksburg in Rudolstadt. Die Ausstellung präsentiert die Fantasiewelt Die gepriesene Insel mit den Großreichen Pelarien und Dyonien. Beide Königreiche stellen eine Miniaturwelt des Rokoko dar, die von Gerhard Bätz und Manfred Kiedorf im Laufe von über 50 Jahren gemeinsam geschaffen wurde.

Geschichte:


Gerhard Bätz und Manfred Kiedorf, die beide 1952 in 
Sonneberg eine Ausbildung als Gebrauchswerber begannen, lernten sich in der Handelsschule kennen. Ihre gemeinsame Leidenschaft waren Schlachtenspiele mit Armeen von Halmasteinen, die zuerst klein unter der Schulbank begannen. Bald wurden daraus Wohnzimmerschlachten mit Kanonen, die mit Streichholzköpfen geladen wurden. Die Figuren bekamen mit Plakatfarbe angemalte Uniformen und Gesichter, Füße wurden untergeklebt, eine erste Hierarchie unter Halmasteinen entstand. Die Halmasteincharaktere wurden immer weiter verfeinert, aus ihnen wurden Könige und Untertanen und die ersten Schlösser aus faltbaren Pappen entstanden. Es entwickelte sich ein Rollenspiel, das immer ausgeklügelter wurde.

Als Manfred Kiedorf den Halmasteinen eine erste Figur im Maßstab 1:50 gegenüberstellte, war das Ende der „Halmasteinzeit“ eingeleitet. Es entstanden nun zwei Reiche, die inzwischen zehn Schlösser samt detailreichem Innenleben aus etwa 1.000 Einzelfiguren und 1.000 Einrichtungsgegenständen umfassen, was in diesem Umfang und Detailtreue im deutschen Sprachraum wohl einmalig ist. Am Anfang waren die Arbeiten noch von einer gewissen Naivität begleitet. Später änderte sich das durch eine intensive Beschäftigung mit den historischen Vorbildern und der Lektüre von Fachliteratur, ergänzt durch Besichtigungen von Schlössern in der näheren Umgebung. Das äußert sich in einer beeindruckenden Stilechtheit der Bauten, die in Architektur und Prunkentfaltung mit den realen historischen Vorbildern verglichen werden können. Es sollten jedoch keine museal aufgearbeiteten Schlossmodelle entstehen, vielmehr wollten Bätz und Kiedorf mit den Schlössern einen Spielraum für erdachte Figuren haben. So sind die Schlösser von hunderten Individuen mit Namen, Stammbaum und allen möglichen Marotten bewohnt. ......... weiterlesen

   
   
   
   
   
   
   
   
   
  Ausschnitt, man beachte das Gemälde in der Mitte
 

Ausschnitt

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  Ausschnitt
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Links:
Manfred Kiedorf, einer der Schöpfer der Miniaturen
Gerhard Bätz, der andere Schöpfer der Miniaturen


Fotos und Idee (2016)
Touristik-Institut Landsberg
Bertold Jetschke