Neues Stadtmuseum Landsberg am Lech
"
Wege nach Landsberg"

2026

 
 

Die Stadt Landsberg am Lech spielte in der Zeit des Nationalsozialismus eine besondere Rolle.
1924 verbüßte 
Adolf Hitler in der Festung Landsberg einen Teil der Festungshaft, zu der er nach dem gescheiterten Hitler-Ludendorff-Putsch verurteilt worden war. Hier schrieb Hitler sein programmatisches Werk Mein Kampf und führte Gespräche mit verurteilten Mitgefangenen, unter anderem mit Rudolf Heß.
Von 1937 bis 1945 wurde Landsberg am Lech mit der Gefängniszelle, in der Adolf Hitler nach seinem gescheiterten Putschversuch 1923 Mein Kampf verfasste, neben München, der „Stadt der Bewegung“, und Nürnberg, der „Stadt der Reichsparteitage“, von den Nationalsozialisten als dritte zentrale Stätte des Nationalsozialismus angesehen.
Landsberg wurde in der Zeit des Nationalsozialismus unter dem Slogan „Landsberg – Stadt der Jugend“ als Treffpunkt der 
Hitlerjugend bekannt: Im Anschluss an die Reichsparteitage 1937 und 1938 marschierten Delegationen der Hitlerjugend aus dem ganzen Deutschen Reich im „Bekenntnismarsch der Hitlerjugend“ nach Landsberg. Vor gespenstischer Kulisse mit Hakenkreuzfahnen, HJ-Bannern und Fackelbeleuchtung fanden auf dem Landsberger Hauptplatz und im Vorhof der Festungshaftanstalt die Abschlusskundgebungen der so genannten „Adolf-Hitler-Märsche“ statt.
In der Hitlerzelle bekamen die Hitlerjungen das Buch Mein Kampf überreicht. Landsberg war zum „Wallfahrtsort der deutschen Jugend“ und zur „Station der nationalsozialistischen Erziehung“ geworden, wie Reichsjugendführer 
Baldur von Schirach es nannte. Das Gefängnis mit seiner „Hitlerzelle“ sollte zur größten Jugendherberge
 des Reiches umfunktioniert werden. ..... weiterlesen  (Wikipedia)

Eine der vielen Möglichkeiten, um zum Stadtmuseum zu kommen:
Vom Hauptplatz durch den Schmalzturm mit seinem farbigen Dach, an der Ampel beui grün die Straße wueren und die alte Bergstarße hinauflaufen. 
 Die heutige Alte Bergstraße in Landsberg am Lech war die einzige Straße Deutschlands mit Linksverkehr.
Durch das starke Gefälle von 18 Prozent kam es auf der Salzstraße früher häufig zu Unfällen mit Pferdefuhrwerken
. Die Fuhrleute gingen damals üblicherweise links von ihren Wägen – bei Rechtsverkehr begegneten sie sich also in der Straßenmitte. Zur Sicherheit für die Fuhrleute in der engen Alten Bergstraße herrschte dort Linksverkehr, so dass die Fuhrleute an den Außenseiten der Straße entlang liefen. Es war bei Strafe verboten, die Haustüren zu verschließen, damit sich Fuhrleute und Fußgänger vor den außer Kontrolle geratenen Gespannen in die Häuser retten konnten. Des Weiteren wurden bergabwärts auf der linken Seite Steinpoller aufgestellt, gegen die die Kutscher ihr Gespann im Notfall lenken konnten.
Diese „Bremsblöcke“ existieren heute noch.
1935/36 wurde die Neue Bergstraße entlang des Burggrabens errichtet. Sie ist untrennbar mit der NS-Geschichte der Stadt verbunden, die damals als Kult- und Wallfahrtsort inszeniert wurde. Die Alte Bergstraße ist mittlerweile eine Einbahnstraße, die nur bergab befahrbar ist. Quelle: Wikipedia

Die Einkehrmöglichkeit "Cafe Zirnheld" heben wir uns für die Zeit nach dem Museumsbesuch auf, da es im Museum kein Cafe gibt.

 
   
    Historie am Bauzaun 2026    

Gegenüber vom Cafe Zirnheld gehen wir die schmale, steile Treppe hinauf und sehen schon das Stadtmuseum.

           
           
   

Eine andere Möglichkeit,außer Sonntag und Feiertage:
Vom Bahnhof Landsberg bzw. Hauptplatz mit dem Bus (Haltestelle bergwärts) bis Bayertor fahren, durch das Bayertorgehen und die alte Bergstraße ein Stück hinunter laufen.

 
       
 
https://www.museum-landsberg.de/  

Die ständge Asstellung "Wege nach Landsberg" behandelt die Zeit von 1923 bis in die 50er Jahre. 

       
       

    Walther und Wina Georgi

eine sehr intereessante Mitmachaktion, Deckel herausziehen, Erklärungen lesen   
 

Mein Kampf
 
ist eine politisch-ideologische Programmschrift Adolf Hitlers. Sie enthält seine stark stilisierte Autobiografie, die seinen Werdegang als Politiker und die Entwicklung seiner Weltanschauung schildert, ist aber in der Hauptsache eine wenig faktenbasierte Kampf- und Propagandaschrift, die dem Neuaufbau der NSDAP als zentral gelenkter Partei unter seiner Führung dienen sollte.
Das Werk erschien in zwei Bänden. Der erste entstand 1924 während der Festungshaft Hitlers in 
Landsberg nach seinem gescheiterten Putschversuch vom 9. November 1923. Er wurde erstmals am 18. Juli 1925 veröffentlicht, der zweite Band folgte am 11. Dezember 1926.
[1] Vor allem der erste Band wurde bis 1932 zu einem viel diskutierten Buch. ..... weiterlesen (Wikipedia)

     
     
Zwangsarbeit    
 
 
 
       
 
 
 
   
   

Die Medizin im Nationalsozialismus war geprägt durch das Bemühen der nationalsozialistischen Politik, das Gesundheitswesen für ihre Ziele nutzbar zu machen. Wesentliche Merkmale waren die Etablierung der sozialdarwinistisch orientierten NS-Rassenhygiene als neuer Leitideologie, eine ausgeprägte Leistungsmedizin und die „Gesundheitsführung“. 45 Prozent der 52.000 Mediziner wurden NSDAP-Mitglieder. Diese Konzepte fanden ihre zugespitzte Umsetzung in hunderttausendfach durchgeführten Zwangssterilisationen, skrupellosen Menschenversuchen mit tausenden Todesopfern und euphemistisch als Euthanasie bezeichneten zehntausenden Morden an Kranken und Behinderten. Konzepte zu einer „Neuen Deutschen Heilkunde“, die unter anderem Naturheilkunde und Schulmedizin vereinbaren sollte, kamen über Ansätze nicht hinaus. Etwa 8000 der Mediziner von 1933 wurden als Juden verfolgt und sehr oft durch einen Nachfolger ersetzt. Circa 3000 niedergelassene jüdische Ärzte mussten bereits 1933 ihre Praxen schließen. Viele der Verfolgten emigrierten. Lediglich fünf Prozent von ihnen kehrten nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland oder Österreich zurück. Eine große Anzahl derjenigen, denen die Flucht nicht gelang, wurde im Holocaust ermordet. ..... weiterlesen (Wikipedia)

 
 
   
 
     
   
    Radtouren der Erinnerung  

Namen der Getöteten innerhalb der "Vernichtung durch Arbeit", Auszug



Vitas von Personen

   
 

Viktor Emil Frankl wurde am 26. März 1905 in Wien-Leopoldstadt, Czerningasse 6, als zweites Kind von drei Kindern des Ministerialbeamten Gabriel Frankl (1861–1943) und dessen Ehefrau Elsa geb. Lion (1879–1944) geboren.[2] Die Ehe seiner Eltern wurde am 24. Februar 1901 in Wien geschlossen.[3] Heute weist eine Gedenktafel am Geburtshaus darauf hin, dass Frankl hier bis zum Tag seiner Deportation ins Konzentrationslager im Jahr 1942 wohnte.
Schon als Gymnasiast begann Frankl eine Korrespondenz mit 
Sigmund Freud, dem Begründer der Psychoanalyse. 1923 legte er die Matura unter anderem mit einer Abhandlung über Die Psychologie des philosophischen Denkens ab.
1924 begann Frankl sein Studium der Medizin, zugleich war er 1924/1925 Obmann der Sozialistischen Mittelschüler Österreichs. Er kam in Kontakt mit Alfred Adler, von dessen Individualpsychologie er sich angezogen fühlte, und nahm regelmäßig an den Treffen des Kreises um Adler teil.  Quelle: Wkipedia

   
   
  Konzentraationslager Stutthof/Danzig 
  Uri Chanoch war als ältestes von drei Kindern einer alteingesessenen Familie jüdischer Bauern und Kaufleute im litauischen Kaunas geboren. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 erlebte er die Gewaltexzesse, mit der nicht-jüdische Litauer gegen ihre jüdischen Landsleute vorgingen. Die deutschen Besatzer zwangen ihn und seine Familie ins Ghetto umzuziehen. Zu fünft mussten die Chanochs in einem einzigen Zimmer hausen. Ihr Leben war von Hunger, Zwangsarbeit und den Vernichtungsaktionen durch die deutsche SS und Polizei geprägt. Dennoch erinnerte er sich später, dass seine Familie eine harmonische Familie blieb, bis die SS das Ghettolager, das nach und nach in ein KZ verwandelt worden war, im Juli 1944 räumte und die letzten Juden aus Kaunas in das Konzentrationslager Stutthof verschleppte. Dort wurden die männlichen Gefangen von den Frauen und Kindern getrennt. Seine Schwester und seine Mutter sah Uri Chanoch nie wieder. Ihn selbst verschleppte die SS zusammen mit seinem Bruder Daniel und seinem Vater in den Dachauer Außenlager-Komplex Landsberg-Kaufering. Daniel und sein Vater wurden von dort nach Auschwitz deportiert, wo die SS den Vater ermordete. Quelle
   
   
   
 

Abba Naor wurde als Sohn des Fotografen Hirsch Nauchowicz (1901–1992 und dessen Frau Chana (1905–1944) geboren. Seine beiden Brüder waren Chaim (1927–1944) und Berale Nauchowicz (1936–1944). Als Kind sang er im Chor, besuchte häufig das Theater und hatte den Wunsch, Schauspieler zu werden.Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Kaunas im Jahr 1941 floh die Familie nach Vilnius, kehrte aber nach einigen Tagen nach Kaunas zurück. Im August desselben Jahres musste er im Alter von 13 Jahren gemeinsam mit seiner Familie in das Ghetto Kaunas umziehen. Sein älterer Bruder wurde kurz darauf erschossen, nachdem er versucht hatte, in der Stadt Lebensmittel zu organisieren. 1944 folgte die Deportation ins Konzentrationslager Stutthof. Hier wurde die Familie getrennt; seine Mutter und sein jüngerer Bruder wurden im Juli 1944 im KZ Auschwitz ermordet, sein Vater wurde in das Außenlager Allach deportiert. 
Naor kam in verschiedene Außenlager des 
Konzentrationslagers Dachau
, zuletzt musste er im KZ-Außenlager Kaufering V in Utting am Ammersee schwerste Zwangsarbeit leisten sowie im Frühjahr 1945 den Todesmarsch überstehen.
Quelle

   
   
   
   
   
   


Zeitschienen
















Pressestimmen:
Die gesamte Dauerausstellung steht unter dem Titel „Wege nach Landsberg“ und zeigt Exponate auf 700 Quadratmetern. Ein Audioguide führt durch die Stockwerke, sowohl als Highlightversion mit 30 Minuten pro Stockwerk als auch in ausführlicher Form. Zusätzliche Infos sind zur Vertiefung abrufbar. Die Beschriftungen gibt es, ebenso wie den Audioguide, in Englisch und Deutsch, zudem sind sie in Braille für Menschen mit Sehbehinderung angebracht. Interaktivität steht im Vordergrund, einige Stationen im ersten Stock laden auch zum Spielen ein. „Die Besucher können erkunden, explorieren, erforschen“, fasst Schätz zusammen. Es gibt Touchscreen-Medienstationen und klassische Präsentationen, Briefe und Dokumente können in den Schubladen unter den Exponaten entdeckt werden., Kreisbote Landsberg.

Beim Presse-Rundgang im zweiten Stock steht die Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt. Bilder, Fotos, Hörmedien, originale Dokumente – teils in Schubladen „versteckt“ –, Ausstellungsstücke, digitale Medien – die Bandbreite der Darstellungsformen ist groß. Ein Kurzfilm verdeutlicht Hitlers Bevorzugung während seiner „Festungshaft“ 1924.
In dieser Zeit verfasste er den ersten Teil seiner Hetzschrift „Mein Kampf“. Ein großer Bücherstapel mit verschiedenen, auch fremdsprachigen Editionen verdeutlicht die Auflagenhöhe, mit der die Schrift bis Kriegsende mit zwölf Millionen Exemplaren Verbreitung fand.
Landsberger Landsberger Tagblatt

"Wege nach Landsberg“ ist der Titel der neuen Dauerausstellung des Stadtmuseums Landsberg am Lech, die nun nach sechs Jahren Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes und der Neukonzeption eröffnet wird.
Sie zeigt auf 700 Quadratmetern die wichtigsten Kapitel der Stadtgeschichte, die Landsberg und seine Menschen prägten.Ein Stockwerk widmet sich dem Wandel der Stadt: der Stadtentwicklung von den Anfängen auf dem Schlossberg bis in die Gegenwart, die in sieben Kapiteln auf einem dreidimensionalen Stadtmodell erkundet werden kann. Die Ausstellung zeigt, wie der Salzhandel zur Stadtgründung geführt hat und erklärt die Bedeutung des Jesuitenordens, dessen Noviziat 200 Jahre lang internationale Strahlkraft besaß. Ein eigener Raum ist dem Lech gewidmet, den Landsberg im Namen trägt und dessen Kaskaden am Lechwehr die unverwechselbare Schönheit der Altstadt prägen. Ein Fluss-Tastmodell lädt dazu ein, den Lauf des Lechs mit den Händen zu erkunden. Ein inszenierter Marktplatz versammelt Stimmen aus der Stadt: Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine berichten von ihren Perspektiven auf Landsberg. Die Lechrainer Mundart lässt sich in einem Quiz anhören und erkunden. „Bekanntermaßen erzählen Stadtmuseen alle an ihrem jeweiligen Ort, was sie dort am besten erzählen können“, so Museumsleiterin Sonia Schätz.
Ein weiteres Stockwerk stellt die Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt, in der Landsberg zum Schauplatz historischer Ereignisse von europäischer Dimension wurde. ..... weiterlesen
Radio Schwaben, 06.07.2026

 
Touristik-Institut Landsbeg
Bertold Jetschke
touristik-i.de