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Die Stadt Landsberg
am Lech spielte in der Zeit
des Nationalsozialismus eine
besondere Rolle.
1924 verbüßte Adolf
Hitler in der Festung
Landsberg einen Teil der Festungshaft,
zu der er nach dem gescheiterten Hitler-Ludendorff-Putsch verurteilt
worden war. Hier schrieb Hitler sein programmatisches Werk Mein
Kampf und führte Gespräche mit
verurteilten Mitgefangenen, unter anderem mit Rudolf
Heß.
Von 1937 bis 1945 wurde Landsberg am Lech
mit der Gefängniszelle, in der Adolf Hitler nach seinem
gescheiterten Putschversuch 1923 Mein
Kampf verfasste, neben München,
der „Stadt der Bewegung“, und Nürnberg,
der „Stadt der Reichsparteitage“,
von den Nationalsozialisten als
dritte zentrale Stätte des Nationalsozialismus angesehen.
Landsberg wurde in der Zeit des Nationalsozialismus unter dem Slogan
„Landsberg – Stadt der Jugend“ als Treffpunkt der Hitlerjugend bekannt:
Im Anschluss an die Reichsparteitage 1937 und 1938 marschierten
Delegationen der Hitlerjugend aus dem ganzen Deutschen
Reich im „Bekenntnismarsch der
Hitlerjugend“ nach Landsberg. Vor gespenstischer Kulisse mit Hakenkreuzfahnen,
HJ-Bannern und Fackelbeleuchtung fanden auf dem Landsberger
Hauptplatz und im Vorhof der Festungshaftanstalt die
Abschlusskundgebungen der so genannten „Adolf-Hitler-Märsche“ statt.
In der Hitlerzelle bekamen die Hitlerjungen das Buch Mein
Kampf überreicht. Landsberg war zum „Wallfahrtsort
der deutschen Jugend“ und zur „Station der nationalsozialistischen
Erziehung“ geworden, wie Reichsjugendführer Baldur
von Schirach es nannte. Das Gefängnis
mit seiner „Hitlerzelle“ sollte zur größten Jugendherberge des
Reiches umfunktioniert werden. .....
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Eine der vielen Möglichkeiten, um zum Stadtmuseum zu kommen:
Vom Hauptplatz durch den Schmalzturm mit seinem farbigen Dach, an
der Ampel beui grün die Straße wueren und die alte Bergstarße
hinauflaufen.
Die
heutige Alte Bergstraße in Landsberg
am Lech war die einzige
Straße Deutschlands mit Linksverkehr.
Durch
das starke Gefälle von
18 Prozent kam es auf der Salzstraße früher
häufig zu Unfällen mit Pferdefuhrwerken.
Die Fuhrleute gingen damals üblicherweise links von ihren Wägen –
bei Rechtsverkehr begegneten sie sich also in der Straßenmitte. Zur
Sicherheit für die Fuhrleute in der engen Alten Bergstraße herrschte
dort Linksverkehr, so dass die Fuhrleute an den Außenseiten der
Straße entlang liefen. Es war bei Strafe verboten, die Haustüren zu
verschließen, damit sich Fuhrleute und Fußgänger vor den außer
Kontrolle geratenen Gespannen in die Häuser retten konnten. Des
Weiteren wurden bergabwärts auf der linken Seite Steinpoller
aufgestellt, gegen die die Kutscher ihr Gespann im Notfall lenken
konnten.
Diese „Bremsblöcke“ existieren heute noch.
1935/36 wurde die
Neue Bergstraße entlang des Burggrabens errichtet. Sie ist
untrennbar mit der NS-Geschichte der Stadt verbunden, die damals als
Kult- und Wallfahrtsort inszeniert wurde. Die Alte Bergstraße ist
mittlerweile eine Einbahnstraße, die nur bergab befahrbar ist.
Quelle:
Wikipedia
Die Einkehrmöglichkeit "Cafe Zirnheld" heben wir uns für die Zeit
nach dem Museumsbesuch auf, da es im Museum kein Cafe gibt.
Gegenüber vom Cafe Zirnheld gehen wir die schmale, steile Treppe
hinauf und sehen schon das Stadtmuseum.
Eine andere Möglichkeit,außer Sonntag und Feiertage:
Vom Bahnhof Landsberg bzw. Hauptplatz mit dem Bus (Haltestelle
bergwärts) bis Bayertor fahren, durch das Bayertorgehen und die alte
Bergstraße ein Stück hinunter laufen.
Die ständge Asstellung "Wege nach Landsberg" behandelt die Zeit von
1923 bis in die 50er Jahre.
eine sehr
intereessante Mitmachaktion, Deckel herausziehen, Erklärungen
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Mein Kampf ist
eine politisch-ideologische Programmschrift Adolf
Hitlers. Sie enthält seine stark
stilisierte Autobiografie,
die seinen Werdegang als Politiker und die Entwicklung seiner Weltanschauung schildert,
ist aber in der Hauptsache eine wenig faktenbasierte Kampf- und Propagandaschrift,
die dem Neuaufbau der NSDAP als
zentral gelenkter Partei unter seiner Führung dienen sollte.
Das Werk erschien in zwei Bänden. Der erste entstand 1924 während der
Festungshaft Hitlers in Landsberg nach
seinem gescheiterten
Putschversuch vom 9. November 1923. Er
wurde erstmals am 18. Juli 1925 veröffentlicht, der zweite Band folgte
am 11. Dezember 1926.[1] Vor
allem der erste Band wurde bis 1932 zu einem viel diskutierten Buch.
.....
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(Wikipedia)
Die Medizin
im Nationalsozialismus war
geprägt durch das Bemühen der nationalsozialistischen Politik,
das Gesundheitswesen für
ihre Ziele nutzbar zu machen. Wesentliche Merkmale waren die Etablierung
der sozialdarwinistisch orientierten NS-Rassenhygiene als
neuer Leitideologie, eine ausgeprägte Leistungsmedizin und die
„Gesundheitsführung“. 45 Prozent der 52.000 Mediziner wurden NSDAP-Mitglieder.
Diese Konzepte fanden ihre zugespitzte Umsetzung in hunderttausendfach
durchgeführten Zwangssterilisationen,
skrupellosen Menschenversuchen mit
tausenden Todesopfern und euphemistisch als Euthanasie bezeichneten
zehntausenden Morden
an Kranken und Behinderten.
Konzepte zu einer „Neuen
Deutschen Heilkunde“,
die unter anderem Naturheilkunde und
Schulmedizin vereinbaren sollte, kamen über Ansätze nicht hinaus. Etwa
8000 der Mediziner von 1933 wurden als Juden verfolgt und sehr oft durch
einen Nachfolger ersetzt. Circa 3000 niedergelassene jüdische Ärzte
mussten bereits 1933 ihre Praxen schließen. Viele der Verfolgten
emigrierten. Lediglich fünf Prozent von ihnen kehrten nach dem Zweiten
Weltkrieg nach
Deutschland oder Österreich zurück. Eine große Anzahl derjenigen, denen
die Flucht nicht gelang, wurde im Holocaust ermordet.
.....
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Namen der Getöteten innerhalb der
"Vernichtung durch Arbeit", Auszug
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Vitas von Personen
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Viktor
Emil Frankl wurde am 26. März 1905
in Wien-Leopoldstadt,
Czerningasse 6, als
zweites Kind von drei Kindern des Ministerialbeamten Gabriel
Frankl (1861–1943) und dessen Ehefrau Elsa geb. Lion (1879–1944)
geboren.[2] Die
Ehe seiner Eltern wurde am 24. Februar 1901
in Wien geschlossen.[3] Heute
weist eine Gedenktafel am Geburtshaus darauf hin, dass Frankl
hier bis zum Tag seiner Deportation ins Konzentrationslager im
Jahr 1942 wohnte.
Schon als Gymnasiast begann Frankl eine Korrespondenz mit Sigmund
Freud, dem Begründer der Psychoanalyse.
1923 legte er die Matura unter
anderem mit einer Abhandlung über Die
Psychologie des philosophischen Denkens ab.
1924 begann Frankl sein Studium der Medizin,
zugleich war er 1924/1925 Obmann der Sozialistischen
Mittelschüler Österreichs. Er kam
in Kontakt mit Alfred
Adler, von dessen Individualpsychologie er
sich angezogen fühlte, und nahm regelmäßig an den Treffen des
Kreises um Adler teil. Quelle:
Wkipedia
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Konzentraationslager Stutthof/Danzig |
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Uri Chanoch war als ältestes von drei Kindern einer
alteingesessenen Familie jüdischer Bauern und Kaufleute im
litauischen Kaunas geboren. Nach dem deutschen Überfall auf die
Sowjetunion 1941 erlebte er die Gewaltexzesse, mit der
nicht-jüdische Litauer gegen ihre jüdischen Landsleute
vorgingen. Die deutschen Besatzer zwangen ihn und seine Familie
ins Ghetto umzuziehen. Zu fünft mussten die Chanochs in einem
einzigen Zimmer hausen. Ihr Leben war von Hunger, Zwangsarbeit
und den Vernichtungsaktionen durch die deutsche SS und Polizei
geprägt. Dennoch erinnerte er sich später, dass seine Familie
eine harmonische Familie blieb, bis die SS das Ghettolager, das
nach und nach in ein KZ verwandelt worden war, im Juli 1944
räumte und die letzten Juden aus Kaunas in das
Konzentrationslager Stutthof verschleppte. Dort wurden die
männlichen Gefangen von den Frauen und Kindern getrennt. Seine
Schwester und seine Mutter sah Uri Chanoch nie wieder. Ihn
selbst verschleppte die SS zusammen mit seinem Bruder Daniel und
seinem Vater in den Dachauer Außenlager-Komplex
Landsberg-Kaufering. Daniel und sein Vater wurden von dort nach
Auschwitz deportiert, wo die SS den Vater ermordete. Quelle
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Abba Naor wurde als Sohn des
Fotografen Hirsch Nauchowicz (1901–1992 und dessen Frau Chana
(1905–1944) geboren. Seine
beiden Brüder waren Chaim (1927–1944) und Berale Nauchowicz
(1936–1944). Als Kind sang er
im Chor, besuchte häufig das Theater und hatte den Wunsch,
Schauspieler zu werden.Nach
dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Kaunas im Jahr 1941
floh die Familie nach Vilnius,
kehrte aber nach einigen Tagen nach Kaunas zurück. Im August
desselben Jahres musste er im Alter von 13 Jahren gemeinsam mit
seiner Familie in das Ghetto
Kaunas umziehen. Sein
älterer Bruder wurde kurz darauf erschossen, nachdem er versucht
hatte, in der Stadt Lebensmittel zu organisieren. 1944
folgte die Deportation ins Konzentrationslager
Stutthof. Hier wurde die Familie
getrennt;
seine Mutter und sein jüngerer Bruder wurden im Juli 1944 im KZ
Auschwitz ermordet, sein
Vater wurde in das Außenlager
Allach deportiert.
Naor
kam in verschiedene Außenlager des Konzentrationslagers
Dachau, zuletzt
musste er im KZ-Außenlager
Kaufering V in Utting
am Ammersee schwerste
Zwangsarbeit leisten sowie im Frühjahr 1945 den Todesmarsch überstehen.
Quelle
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Zeitschienen
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Pressestimmen:
Die gesamte Dauerausstellung steht unter dem
Titel „Wege nach Landsberg“ und zeigt Exponate auf 700 Quadratmetern.
Ein Audioguide führt durch die Stockwerke, sowohl als Highlightversion
mit 30 Minuten pro Stockwerk als auch in ausführlicher Form. Zusätzliche
Infos sind zur Vertiefung abrufbar. Die Beschriftungen gibt es, ebenso
wie den Audioguide, in Englisch und Deutsch, zudem sind sie in Braille
für Menschen mit Sehbehinderung angebracht. Interaktivität steht im
Vordergrund, einige Stationen im ersten Stock laden auch zum Spielen
ein. „Die Besucher können erkunden, explorieren, erforschen“, fasst
Schätz zusammen. Es gibt Touchscreen-Medienstationen und klassische
Präsentationen, Briefe und Dokumente können in den Schubladen unter den
Exponaten entdeckt werden., Kreisbote Landsberg.
Beim Presse-Rundgang im zweiten Stock steht die Zeitgeschichte des 20.
Jahrhunderts im Mittelpunkt. Bilder, Fotos, Hörmedien, originale
Dokumente – teils in Schubladen „versteckt“ –, Ausstellungsstücke,
digitale Medien – die Bandbreite der Darstellungsformen ist groß. Ein
Kurzfilm verdeutlicht Hitlers Bevorzugung während seiner „Festungshaft“
1924.
In dieser Zeit verfasste er den ersten Teil seiner Hetzschrift
„Mein Kampf“. Ein großer Bücherstapel mit verschiedenen, auch
fremdsprachigen Editionen verdeutlicht die Auflagenhöhe, mit der die
Schrift bis Kriegsende mit zwölf Millionen Exemplaren Verbreitung fand.
Landsberger Landsberger Tagblatt
"Wege nach Landsberg“ ist der Titel der neuen Dauerausstellung des
Stadtmuseums Landsberg am Lech, die nun nach sechs Jahren Sanierung des
denkmalgeschützten Gebäudes und der Neukonzeption eröffnet wird.
Sie zeigt auf 700 Quadratmetern die wichtigsten Kapitel der
Stadtgeschichte, die Landsberg und seine Menschen prägten.Ein Stockwerk
widmet sich dem Wandel der Stadt: der Stadtentwicklung von den Anfängen
auf dem Schlossberg bis in die Gegenwart, die in sieben Kapiteln auf
einem dreidimensionalen Stadtmodell erkundet werden kann. Die
Ausstellung zeigt, wie der Salzhandel zur Stadtgründung geführt hat und
erklärt die Bedeutung des Jesuitenordens, dessen Noviziat 200 Jahre lang
internationale Strahlkraft besaß. Ein eigener Raum ist dem Lech
gewidmet, den Landsberg im Namen trägt und dessen Kaskaden am Lechwehr
die unverwechselbare Schönheit der Altstadt prägen. Ein Fluss-Tastmodell
lädt dazu ein, den Lauf des Lechs mit den Händen zu erkunden. Ein
inszenierter Marktplatz versammelt Stimmen aus der Stadt: Bürgerinnen
und Bürger sowie Vereine berichten von ihren Perspektiven auf Landsberg.
Die Lechrainer Mundart lässt sich in einem Quiz anhören und erkunden.
„Bekanntermaßen erzählen Stadtmuseen alle an ihrem jeweiligen Ort, was
sie dort am besten erzählen können“, so Museumsleiterin Sonia Schätz.
Ein weiteres Stockwerk stellt die Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts in
den Mittelpunkt, in der Landsberg zum Schauplatz historischer Ereignisse
von europäischer Dimension wurde. .....
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Radio Schwaben, 06.07.2026
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Touristik-Institut Landsbeg
Bertold Jetschke
touristik-i.de |
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