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Vier Berliner Doppeldeckerbusse

in Bayern

Busunternehmen Bertold Jetschke, RDA
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Mobil 0171 - 38 66 77 6
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DE 2540, Susi II

Dieser Bus war in Berlin stadtbekannt durch seine lustige „Florida-Boy-Werbung“. Auf beiden Seiten warb der Bus für das alkoholfreie Erfrischungsgetränk, aber auf der Rückseite hing ein Affe am Stamm einer Palme mit einer einladenden Handbewegung, doch „seinen“ Bus zu benutzen. Da er allerdings nur von der Rückseite des Busses zu sehen war, hatte man das Gefühl, er lache alle Leute aus, die es nicht geschafft hatten, den Bus noch im Stehen an der Haltestelle zu erwischen.

 

Bahnhof Jungfernheide 22.02.86 Bahnhof Zoo 20.02.82 Spandau West 21.03.83

Diese Bilder wurden uns freundlichrweise von unserem Traditionsbus-Vereinsmitglied Frank von Rimann - Lipinski zur Verfügung gestellt.

Eingesetzt war der Bus im Betriebsbahnhof Spandau und anschließend ab 1983 in der Müllerstraße in Wedding.

1987 verließ der Bus die BVG und damit seine Heimatstadt Berlin und kam auf eine Hühnerfarm im Westerwald.

Bei der „Spurensuche“ durch den Traditionsbusverein Berlin entdeckte man ihn inmitten von 1000 Altreifen am Feldesrand.

1995 kam er nach Berlin zurück, stand in Fahrland bei Potsdam auf einem Lagerplatz als Ersatzteillager und zum späteren Verschrotten bestimmt.

 

Der Neuanfang

Im Jahre 2001 wurde er vom jetzigen Besitzer zum Preis von 3.000 DM (ohne Motor und Getriebe) vom Traditionsverein Berlin erworben. Als wir ihn in Fahrland sahen, machte er nicht den Eindruck, dass man sich in ihn verlieben müsste. Äußerlich war er ein Schandfleck, im Innern zum Ersatzteillager umfunktioniert. Alle Rahmenteile unter den Fenstern waren durchgerostet.

Als aber die Batterien eingebaut waren, sprang der Büssingmotor trotz der langen Standzeit sofort an. Dirk Poguntke schaffte es meisterhaft, den Bus bis nach Schöneberg zu chauffieren.

 

Bertold, Dirk Puguntke und Julia auf der Grünen Woche in Berlin 2000 (Foto: Bernd Riethmüller)

 

Susi und Strolchi in Schöneberg Rost - wo man auch hinsah Susi 2 und Strolchi in der Halle

 

In Schöneberg wurde er in 14 monatiger Umbauzeit von der Fa. Pokra instandgesetzt.

Die Außenhaut wurde vom Eigentümer in einwöchiger Arbeit in Schöneberg abgeschliffen.

 Im Jahre 2002 wurden die Einbauten vom verunglückten Bus Susi I herausgenommen und in Susi II eingebaut. Anschließend konnte der ehemalige BVG-Bus 2540 wieder als Kraftomnibus zugelassen werden.

Im März des Jahres 2002 haben wir damit begonnen, alle Einbauten aus Susi I, die nach einem Unfall im Agnesbergtunnel im September 2000 unbrauchbar wurde, auszubauen und in den Berliner Doppeldeckerbus 2540 einzubauen, Susi (2) wurde wieder aufgebaut.

Nachdem alle Rostteile bei der Fa. Pokra in Berlin ausgewechselt waren, die Karosserie innerhalb einer Woche im März 2001 von mir abgeschliffen wurde, die Radkästen und Bremskessel erneuert und die Bremstrommeln ersetzt waren, konnte der Antriebsstrang aus Susi I eingebaut werden, dem Oldtimer wurde wieder Leben eingehaucht.

Im März 2002 haben wir aus Susi I alle Einbauten samt Seiten- und Deckenverkleidungen ausgebaut, in Strolchi verladen und sind anlässlich einer Berlin-Tour nach Schöneberg zur Fa. Pokra gefahren, um alle Teile in Susi II einzubauen. Unser Ziel war es, Susi II innerlich für die TÜV-Abnahme in Berlin schön zu machen, was wir auch tatsächlich geschafft hatten.

   
Auf dem linken Bild sieht man den Innenraum von Susi II vom mittleren Einstieg nach vorn. Die ursprünglichen Deckenverkleidungen, durch nachträgliche Einbauten der Leuchtstoffröhren durch die BVG verschandelt, sind noch zu sehen. Das mittlere Bild zeigt nahezu den gesamten Wagen, das rechte Bild den hinteren Teil.
  Auf dem linken Bild sind die weißen Deckenverkleidungen abgenommen. Die vorhandenen Leitungsanschlüsse der ehemaligen Glühlampen-Fassungen waren noch vorhanden, so dass diese nur abisoliert werden mussten. Der Rost an den Deckenträgern wurde entfernt und mit Voranstrich und roter Farbe dem vorhandenen Gesamtbild angepasst.

Biggy half natürlich fleissig mit, indem sie den ganzen Dreck in ihrem Fell aus dem Bus trug. Wir haben sie aber nicht jeden Abend geduscht.

Von der täglichen Putzarbeit überanstrengt, schlief sie morgens immer am längsten.

   

 

Am Ende der Woche hatten wir die Seitenverkleidungen angebracht, die Trennwände für die Abstellkammer und das WC eingebaut und die Bestuhlung mit den Tischen im Unterdeck fertiggestellt. Die Gardienenleisten mit den schönen Gardinen, alles aus dem Jahre 1986, waren wieder schön anzusehen und bei einem Blick in den Bus hatte man den Eindruck, "wieder in unserer alten Susi" zu sitzen.

Susi II hat am 02.04.2002 um 16.43 Uhr beim TÜV in Berlin wieder das Laufen gelernt.

Am 05.04.2002 um 12.15 Uhr wurde Susi II beim Landratsamt in Landsberg a. Lech zugelassen und hat das Kennzeichen LL RP 94 erhalten.

Susi II hat nun wieder 44 Sitzplätze und kann für Hochzeitsfeiern und Geburtstage angemietet werden!

 

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