Velotour de mémoire 5
Radtour der Erinnerung
von Landsberg zu des Erinnerungsorten Erpfting 1 und 2, nach Ellighofen, Unterdießen, zum Erinnerungsort Seestall, Römerkessel, Mundraching, Pitzling und nach Landsberg, ca. 35 Rad-km
 
Wir beginnen mit der Erinnerungstour 5 in Landsberg am Lech am Mutterturm und fahren die Von-Kühlmann-Strasse in südlicher  Richtung zum Postamt vor.
Otto Karl Friedrich Johann Kühlmann, ab 1889 Ritter von Kühlmann, (* 28. November 1834 in Landsberg am Lech;
† 18. September 1915 in München) war ein deutscher Advokat und Politiker im Königreich Bayern und Generaldirektor der
Anatolischen Eisenbahn.
1889 wurde er Ehrenbürger der Stadt Landsberg am Lech.
Quelle: Wikipedia
 

Entlang des Englischen Gartens radeln wir in südlicher Richtung weiter, am Neubaugebiet vorbei bis wir rechts und links Wiesen bzw. Äcker sehen.
Wir biegen rechts in den Zehnerweg ein und fahren zum Radweg an der Schongauer Strasse. Hier halten wir uns rechts, fahren bis zur Ampel vor,  überqueren die ehemalige Bundesstrasse 17, jetzt Schongauer Strasse, und radeln auf dem Wiesenring durch ein Neubaugebiet, das in den letzten Jahren entstanden ist.
 

Wir biegen in die Strasse "Obere Wiesen" ein und gelangen wieder über den Wiesenring an die Erpftinger Strasse. Weiter geht es auf dem Radweg in westlicher Richtung. Nach der Überführung der Bundesstrasse 17 sehen wir schon das Hinweisschild "KZ-Friedhof", Erpfting 1.     
 

     
   

Wir verlassen diesen Ort der Erinnerung und fahren auf dem Radweg entlang des Waldrandes Richtung Erpfting weiter. Bei dem nächsten Hinweisschild biegen wir links in den Kiesweg ein und kommen zum KZ-Friedhof Erpfting 2.   
 

Nach der Besichtung des Friehofs setzen wir unsere Radtour fort, fahren zurück auf den Kiesweg, biegen links ab und kommen auf die Verbindungsstrasse Friedheim - Erpfting. Nun fahren wir auf dieser Strasse Richtung Erpfting und bei der nächsten Kreuzung links in den markierten Radweg hinein.
 

   

Wir kommen zu einem Rastplatz, der den ersten Hinweis auf die einstige römische Strasse "Via Claudia" anzeigt. Diese Radtour von Augsburg bis Venedig ist als Pauschalangebot buchbar.
 

   

Der Radweg führt nun Richtung Ellighofen und zu einem weiteren Rastplatz mit Infotafel.
Begleitet vom Wiesbach gelangen wir zu einer Feldkapelle, um anschließend einen Abstecher in den gepflegten Ort Ellighofen zu unternehmen und kehren vielleicht beim "Brunnenwirt" ein. 
 

       
         

Brunnenwirt, Ellighofen, Telefon 08246 960510. Als Landsberger wundert man sich, dass der Nachbarort eine schwäbische Vorwahl hat. Bis zur Gebietesreform 1972 gehörten Ellighofen und das Fuchstal zum Landkreis Kaufbeuren (Schwaben). 
 

     
     
   

Das Landsberger Tagblatt meldete am 04. Oktober 2021, dass die Informationen der "Via Claudia" verbessert werden sollen (Zeitungsartikelbitte bitte durch Anklicken vergrößern)
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Wir kehren auf den Radweg zurück und fahren neben dem Wiesbach zum
Geratshof.
 

     
     
 

Ein Segelflugplatz auf dem Bauernhof – klingt nicht nur idyllisch, sondern ist es auch. Der Geratshof ist Ausgangspunkt für unsere Flüge, die uns oft bis weit in die Alpen führen, nicht selten hunderte Kilometer an einem Tag.
Der Geratshof ist aber nicht nur Flugplatz, er ist vielmehr ein wunderschönes Freizeitgelände, in dem man Kontakt zur Natur bekommt und Erholung und Entspannung vom Alltag findet.
Mitfliegen ist möglich - Anmeldung notwendig - 15 Minuten 25,00 €
Quelle: https://www.lsv-geratshof.de/


Wir radeln am Wiesbach weiter "flußaufwärts" und kommen an die ersten Häuser von Unterdießen.
Auf der Anhöhe sehen wir das Schloß von Unterdießen.
 

 

   

 

   

An der ersten Kreuzung am Ortsrand von Unterdießen nehmen wir die Strasse "Am Öschle" und  fahren bis zum Ende, dann rechts und zur Bahnhofstrasse vor.
Hier müssen wir leider auf der Strasse fahren, kommen an einem Pferdehof vorbei und zum ehemaligen Bahnhof der Fuchstalbahn, auf der zur Zeit leider nur Güterzüge fahren.  
Im Jahr 2022 soll ein Radweg von Unterdiessen bis zur B 17 gebaut werden.
 

   

Wir unterqueren die Bundsstrasse 17 und kommen nach Dornstetten, fahren lechaufwärts und gelangen nach Seestall, einem weiteren Ort der Erinnerung. 
Wir biegen in die Edenthalstrasse ein, folgen den Hinweisschildern und kommen zur Erinnerungsstätte.
 


Seestall - Römerkessel- Mundraching - Pitzling - Landsberg

Wir verlassen Seestall in südlicher Richtung und erreichen den Gasthof Römerkessel.  
 

Römerkessel wird erstmals 1478 als Ramenkessel erwähnt.
Nachdem der alte Gasthof 1573 von einem Hochwasser des Lech fortgerissen wurde, errichtete man den Nachfolgebau weiter westlich nahe der heutigen Bundesstraße 17

Quelle: Wikipedia

Der Name hat also nichts mit den Römern oder der Römerstrasse Via Claudia zu tun. Unterhalb des Römerkessels bildete der Lech eine Lechschleife (Kessel), in der die Flößer die lechabwärts ankommenden Baumstämme "zusammen räumten". Mit den so entstandenen Flößen fuhren die Landfrauen samt Fahrrad zu den Märkten nach Landsberg und mit dem Fahrrad zurück. 

Die Flößerei auf dem Lech bot über Jahrhunderte zahlreichen Menschen in den Dörfern und Städten südlich von Landsberg Verdienstmöglichkeiten.
Bereits ab dem 15. Jahrhundert hatte sich am Lech ein blühendes Speditionsgewerbe auf dem Wasser entwickelt. So beförderte beispielsweise die Rottflößerei Handelsgüter aus Italien, vornehmlich aus Venedig und Tirol, von Füssen aus den Lech hinab. Obst und Gemüse, Käse, Schlachtvieh, Baumwolle, Steine, Baumaterialien wie Kalk, und Gips, Blei-, Eisen-, Kupfererze, Messing und Zinn wurden über Landsberg nach Augsburg, von dort oft noch weiter bis zur Donau, nach Regensburg, Straubing, Wien und Belgrad transportiert.

Quelle: Stadt Landsberg, Autor: Dr. Hans-Jürgen Tzschaschel


Wir fahren den Hohlweg nach Lechmühlen hinunter und entlang der Fischteiche.
Die etwas ungewöhnlich aussehende Maschine ist eine "Fisch-Sortiermaschine". Die kleinen Fische kommen zurück in den Teich, die größeren nach München in die Fisch-Restaurants.

   

Gedenktafel zur Erinnerung des 1884 verunglückten Flößers Martin Haker

Nun kommen wir nach Mundraching. Früher lebten die Bewohner oft von der Kalkbrennerei.
Im Ort weist die "Kalkbrennerstrasse" auf dieses alte Handwerk hin.

Wir fahren durch den Ort und biegen, bevor die Strasse in einen Hohlweg mündet, links ab entsprechend der Beschilderung.
 

Wir fahren - oder schieben das Rad den Berg hinauf, informieren uns an den Hinweisschildern und fahren den Berg hinunter an den Ortsrand von Stadl.
 

   

Alois Wolfmüller (* 24. April 1864 in Landsberg am Lech; † 3. Oktober 1948 in Oberstdorf) war deutscher Erfinder, Ingenieur und Luftfahrtpionier.
Als Zeitgenosse
Otto Lilienthals korrespondierte er regelmäßig mit diesem in Briefen über Eigenschaften und Bauformen von Flugapparaten und deren Flügelbauformen und erwarb einen Normalsegelapparat von ihm. Er hat die Probleme Lilienthals mit der Gleitersteuerung gelöst. Otto Lilienthals Normalsegelapparat wurde mit Schwerpunktsteuerung durch Gewichtsverlagerung des Körpers gelenkt. Dieses Konzept wurde stets als problematisch empfunden. Wolfmüller löste dieses Problem an seinem Gleiter, indem er 1895 den Wolfmüller Gleitflugapparat als ersten Gleiter mit mechanischer Steuerung schuf. Dieses Konzept hat bis in die heutige Zeit Bestand.
Quelle: Wikipedia

D
ie ersten Flugversuche von Alois Wolfmüller fanden nordwestlich von Stadl statt, in der Verlängerung der heutigen Wolfmüllerstraße.
Das Geburtshaus Alois Wolfmüllers befindet sich in der Herzog-Ernst-Straße 179 b in Landsberg am Lech
 

   


Wir biegen in die Wolfmüllerstrase ein und fahren in die Natur hinaus, umgeben von weiten Feldern.
 

     

Zur Eröffnung des Radwegenetzes des Landkreises Landsberg 1978 wurden mit Hilfe von Studentinnen und Studenten aus Deutschland, Tschechoslowakei, Frankreich und Italien unter Anleitung eines Landsberger Bauingenieurs 10 Unterstellhütten auf verschiedenen Orten aufgestellt (Bild links) Träger der Maßnahme war der Landkreis Landsberg/Tourismusverband Ammersee-Lech und der Internationale Jugend-Gemeinschaftsdienst (ijgd), damals in Bonn
Nachdem die Stadler Hütte durch einen umgestürzten Baum zerstört wurde, hat die Gemeinde Stadl dankenswerterweise eine neue Hütte aufgestellt (Bild Mitte). 
  

Nach einer Rast in der Unterstellhütte fahren wir auf dem Forstweg in den Schlegelwald hinein.
Auf gut ausgebauten Forstwegen mit frei geschnittenen Markierungen geht es meist bergab Richtung Pitzling.

 

     

Wir fahren aus dem Schlegelwald hinaus und vorbei an Pferdekoppeln. Linker Hand sehen wir die Pitzlinger Siedlung, die in den 60/70er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden ist, und den Lechstausee.
Wir fahren Richtung Kirche - ein Brunnen spendet Trinkwasser - und den Berg hinab.
 

Am Ende der Asphaltstrasse lädt uns ein Hinweisschild zur Besichtigung der Pöringer Schloßkapelle ein. Das Schloß Pöring nebenan stammt aus dem 9. oder 10. Jahrhundert.
 

   


Wir verlassen Pitzling, fahren lechabwärts und erreichen die Gaststätte Teufelsküche.
 

   


Weiter geht es Richtung Landsberg. Vor dem Gatter des "Wildparks" biegen wir links ab, fahren den Berg hinab und auf Kieswegen, begleitet vom Lech nach Landsberg zum "Klösterl".
Unterwegs gibt es die Möglichkeit, das Wildschweingehege zu besuchen oder ein paar Entspannungsübungen in der Kneipp-Anlage zu machen.
Wer möchte, darf sich auch noch im großen "Aquarium" - durch das breite Gartentor durch -  Fische anschauen, die auch im Lech zu finden sind. 
 

Nach 35 km haben wir Landsberg wieder erreicht.
 

   


Weitere Radtouren der Erinnerung
Tour 1:
Landsberg, Kaufering, Lech-Staustufe bei Hurlach, Hurlach, Igling, Holzhausen bei Buchloe, Landsberg, 45 km bzw. 35 km

Tour 2:
Landsberg, Stausee Kaufering, Schwabstadl, Zollhaus, Burgruine Haltenberg, Oskar-Weinert-Hütte, Römerschanze, Landsberg

Tour 3:
Windachseealm, Eresing, (Schwabhausen), Kloster St. Ottilien St. Ottilien, Utting, Windachseealm

Tour 4: (2022)
Landsberg, Bad Wörishofen, Türkheim, Buchloe, Holzhausen, Landsberg




Touristik-Institut Landsberg
Bertold Jetschke
www.touristik-i.de